Eine Strategie ist kein Pauschalurlaub

„Lassen Sie uns mal einen Strategie-Workshop machen.“ Diesen Satz höre ich (und wahrscheinlich viele andere Berater) immer wieder. Und ich höre ihn gerne.

Sich konzentriert und konstruktiv damit zu beschäftigen wo man steht, was man kann, wo man hin will, welche Märkte und Zielgruppen erschlossen werden könnten, das macht Spaß. Verschafft das beruhigende Gefühl etwas getan zu haben. Etwas schriftlich dokumentiert zu haben. In der Schublade zu haben. Und das beschreibt ziemlich genau das Problem: „…erschlossen werden könnten. Etwas getan zu haben. In der Schublade zu haben.“

Ein Workshop ist der erste Schritt. Ein Workshop ist Urlaub. Strategie eine Reise.

Als Beispiel: Sommerferien mit der Familie. Drei Wochen in den Schulferien. Sonne und Meer. Leckeres Essen. Das kann so ziemlich alles bedeuten: Pauschal mit dem Flugzeug in ein familienfreundliches Resort in die Türkei. Mit dem Campingbus nach Portugal. Eine Finca in Mallorca. Oder vielleicht doch nach Dänemark, weil es da nicht so heiß ist?

Ähnlich ist es mit einem Strategie-Workshop. Die Eckdaten sind klar. Aber wohin geht es nun konkret? Und wie?

Eine Strategie ist kein Urlaub. Sondern eine Reise. Eine erfolgreiche Strategie braucht nicht nur Planung und konkrete Umsetzungsschritte sondern vor allem auch Flexibilität, Anpassung an die Umstände. Eine erfolgreiche Strategie schärft den Blick für die Prioritäten, Möglichkeiten und hilft sie zu bewerten. Eine Strategie zu haben bedeutet, ein Ziel und einen klaren Weg vor sich zu sehen, aber offen und situativ die sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen, um dort anzukommen.

So gesehen ist der Strategie-Workshop ein Pauschalurlaub. Drei Wochen in ein familienfreundliches Resort am Meer. Ins Reisebüro, buchen, fliegen, erholen, fertig. Eine echte langfristige Strategie zu haben ist eine Reise. Eine, die mit dem Workshop erst beginnt.

Teilen:
TwitterEmailGoogle+